Immobilien-Ertragsteuer (wichtig für Verkäufer)

Veröffentlicht am 07.02.2015

Mit dem Stabilitätsgesetz 2012 wurde eine Steuer für Gewinne aus Immobilienverkäufen eingeführt. Durch diese Änderung kommt es zu umfangreichen Änderungen beim Verkauf von Grundstücken und Gebäuden sowie einzelnen Wohnungen.

Mit der Neuregelung werden alle Verkäufer ab dem 1.4.2012 besteuert (mit Ausnahmen).

 

Je nach Anschaffungszeitpunkt wird in Alt- und Neuvermögen unterschieden. Danach richtet sich auch die Steuerbelastung. 

 

STEUERTIPP: Der Veräußerungsgewinn kann ab dem 11. Jahr nach der Anschaffung um 2 % (maximal 50 %) gekürzt werden. Allerdings gilt das nur für den Anteil des Grundes und Bodens, der auf das Gebäude entfällt. 

 

Altvermögen: Erwerb vor 1.4.2002

Hier gibt es zwei Möglichkeiten der Gewinnbesteuerung: a) 15 % vom Verkaufserlöst            b) 25 % vom ermittelten Gewinn 

 

Neuvermögen: Erwerb ab 1.4.2002

Der ermittelte Gewinn wird mit 25 % besteuert (Kaufnebenkosten sind zu berücksichtigen). 

 

 AUSNAHMEN BESTÄTIGEN DIE REGELN:

In Ausnahmefällen ist keine Immobilienertragsteuer zu entrichten:

 

- Hauptwohnsitzregelung (2 bzw. 5 Jahre muss der Verkäufer mit Hauptwohnsitz gemeldet sein)

- Herstellerbefreiung (das Gebäude wurde selbst erbaut - gilt nicht für Grund- und Bodenwerte)

- Enteignung (Veräußerung von Grundstücken infolge eines behördlichen Eingriffes oder dessen Drohung)

- Tauschvorgänge (in Rahmen eines Zusammenlegungs-, Flurbereinigungs- und Baulandumlegungsverfahrens)